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Mertensiella caucasica Familie: Salamandridae Vorkommen: Tanskaukasien, Trabzon (Türkei) bis
Brozhomi (Georgien)
Unterarten: Mertensiella caucasica caucasica; Mertensiella caucasica djanashvilii
Beschreibung
Die 1989 von TARTARASHVILI & BAKRADSE von dem georgischen Berg Mtirala nordöstlich von Batumi beschriebene Unterart des Kaukasussalamanders (Mertensiella caucasica djanashvilii) ist im Unterschied zur Nominatform (Mertensiella caucasica caucasica) weitgehend zeichnungslos und rötlich-braun gefärbt. Nach Untersuchungen von Tarkhnishvili sollen die östlich in Georgien gelegenen Kaukasussalamander genetisch deutlich von den westlichen Tieren unterschieden sein, was auch die seit langem bestehende geographische Trennung nahe legt. Demnach besteht der Kaukasussalamander aus zwei genetisch lokalisierten Formen. Die morphologischen Variationsbreite innerhalb dieser westlichen bzw. östlichen Form scheinen jedoch größer zu sein als zwischen den nur genetisch unterscheidbaren Formen..
Lebensweise Der Lebensraum des Kaukasussalamander erstreckt sich von fast Meereshöhe bis auf ca. 2800 m in von Quellbächen durchzogenen, feuchten und kühlen Tälern. Dort findet er geeignete Laichgewässer und ein reichhaltiges Lückensystem. Ein großer Teil der Aktivitäten des Kaukasussalamanders findet versteckt im Lücken- und Spaltensystem des Untergrundes statt. Die Salamander sind etwa von Anfang Mai bis September in den Dämmerungs- und Nachtstunden auch oberirdisch aktiv. Bei Gefahr oder der Jagt bewegen sie sich fast so flink wie Eidechsen.
Haltungsbedingungen Die erfolgreich Haltung von Mertensiella caucasica stellt hohe Ansprüche an dessen Pfleger. Ausbruchsichere aber gut gelüftete Terrarien, sowohl trockene als auch feuchte Verstecke, größtmögliche Hygiene, absolute Vermeidung von Staunässe und Fäulnis, niedrige Temperaturen, sowie eine abwechslungsreiche Fütterung sind grundsätzliche Voraussetzung. Für die Paarung ist ein ausreichend großer, gekühlter Wasserteil von mindestens 6 bis 8 cm Wasserstand wichtig. Im Sommer sollten Wassertemperaturen von ca. 15 °C, im Winter von ca. 4 °C angestrebt werden. Der Landteil kann mit Schichtungen aus Natursteinplatten und Rinde (letztere nur in den trockenen Bereichen) derart gestaffelt werden, dass sich ein Lückensystem bildet, in dem die Kaukasussalamander ihrer versteckten Lebensweise nachgehen können. Durch die unterschiedlichen Höhen sind Versteckplätze aller Feuchtigkeitsstufen von nass bis trocken möglich, so dass die Salamander ihren jeweiligen Bedürfnissen entsprechend wählen können. Kaukasussalamander legen auch nach langjähriger Terrarienhaltung nie ganz ihre Scheu ab.
Paarung Die Paarung beginnt immer im kalten Wasser, und wird vom Männchen, dass mit angewinkelten Forderbeinen suchend umherschwimmt eingeleitet. Trifft das Männchen auf ein Weibchen, werden i.d.R. zunächst dessen Hinterbeine und im Verlauf des Paarungsspiels später die Vorderbeine von unten her umschlungen. Das Paar bewegt sich noch einige Zeit schwimmend im Wasser. Später begibt es sich an Land. Dort wird die weibliche Kloake mit dem Schwanzwurzelhöcker zunächst durch seitliche Pendelbewegungen, und später durch Einführen in die Kloake stimuliert. Nachdem die Spermatophore abgesetzt wurde, winkelt das Männchen seinen Unterkörper zur Seite, und die weibliche Kloake senkt sich auf den Samenträger. (Schultschik, G.)
Fortpflanzung In der Natur findet die Eiablage nach der Schneeschmelze in unterirdischen Höhlungen der Fließgewässers etwa im April bis Mai statt. Die Eier werden z.B. an eingeschwemmte Blätter geklebt. Die Larven ernähren sich vorwiegend von Kleinkrebsen und Insektenlarven. Nach Literaturangaben beträgt die Zeit von der Eiablage bis zur Metamorphose von unter einem bis zu vier Jahren. Die Entwicklungsdauer ist von der Temperatur und dem Nahrungsangebot abhängig. Die jungen Salamander haben zum Zeitpunkt der Metamorphose eine Gesamtlänge von ca. 6,5 bis 8,5 cm.
Paul Bachhausen, Am Püttkamp 20, 40629 Düsseldorf, E-mail: salamanderseiten@gmx.de
Literatur Bischoff, W. (2002), Auf der Suche nach Darevskia valentini in Georgien - Impressionen aus einem wenig bekannten Land, Elaphe 3/2002, Rheinbach Klewen, R, Die Landsalamander Europas, Teil 1, Urania Verlagsgesellschaft mbH, Leipzig Franzen, M. & S. Nicolai (1989), Beitrag zur Populationsbiologie von Mertensiella caucasica in der Türkei, Jahrbuch für Feldherpetologie 3, Duisburg Schultschik, G. (1994), Zur Fortpflanzungsbiologie von Mertensiella caucasica, Abhandlungen und Berichte für Naturkunde, Magdeburg Schultschik, G. (1994), Mertensiella caucasica: Haltung, Nachzucht und Freilandbeobachtungen, Salamandra, Rheinbach
Interntquellen Bachhausen, P., Mertensiella caucasica - Kaukasussalamander, http://www.salamanderseiten.de Kuzmin, S. L., Mertensiella caucasica, Caucasian Salamander, amphibiaWeb, http://elib.cs.berkeley.edu/aw/index.html Takkhnishvili, D. N, Ecology and Evolution of the Caucasian Salamander, http://www.geocities.com/dtarkhnishvili/Salamander.htm
Quelle:
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