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Haltung und Nachzucht
des Laos Warzenmolches (Paramesotriton laoensis)
- Teil 1
Am 04. März
2006 erhielt ich ein adultes Paramesotriton laoensis Paar aus einem
privaten Import. Die Tiere waren in guter Verfassung aber sehr stark
mit Milben befallen. Die Gesamtlängen betrugen 17,4 cm beim Männchen
und 22 cm beim Weibchen.
Das Paar
bezog ein Aquarium (100 * 40 * 50 cm) mit vielen Pflanzen,
Wasserumwälzung durch eine Aquarienpumpe und einer stabilen Insel.
Nach ca.
zwei Wochen wurde der größte Teil der Milben manuell abgesammelt.
Der Rest verschwand im Laufe der nächsten Wochen von selbst.
Es wurden
vorwiegend Regenwürmer, rote Frostmückenlarven, Bachflohkrebse,
Froststinte, gelegentlich Schnecken, diverse Käferlarven und sehr
selten vitaminisiertes Fleisch geboten. Beide Tiere fraßen von
Anfang an sehr gut und zu jeder Tageszeit.
Im Sommer
stiegen die Temperaturen auf 24 °C, in Hitzeperioden bis auf 26 °C
an. Um die Temperatur zu senken wurde deshalb zunächst an Tagen in
denen die Temperatur auf 26 °C anstieg ein Wasserwechsel von
zweidrittel des Wassers durchgeführt - zeitweise täglich.
Später
erfolgte eine Kühlung mittels Ventilator (Verdunstungskälte) und die
Temperatur stieg nicht mehr über 24 °C. Ein Wasserwechsel von
zweidrittel ca. alle drei Wochen wurde beibehalten.
Nach einem
solchen Wasserwechsel am 11. September, bei dem die Wassertemperatur
von 22 auf 17 °C abfiel, wurde die erste Balz des Männchens
beobachtet - jedoch noch ohne erfolgreiche Paarung.
Nach dem
Wasserwechsel am 29. Oktober erfolgte in der Nacht die erste
erfolgreiche Paarung mit Paarungsbiss nach Aufnahme der
Spermatophore.
Die zweite
Paarung erfolgte am 04. November bei Temperaturen von 16° C.
Die Brunst
des Männchens endete Ende Januar.
In dieser
Zeit wurden 4 erfolgreiche Paarungen festgestellt, immer mit
anschließendem Paarungsbiss.
Die ersten 3
Eier wurden am 16. November gefunden (16° C), also zweieinhalb
Wochen nach der ersten und 12 Tage nach der zweiten erfolgreichen
Paarung.
Die weiteren
Ablagen erfolgten meist täglich, gelegentlich von ein oder mehreren
Tagen unterbrochen, bei Temperaturen zwischen 15 und 18 °C.
Bei 19 °C
wurde die Eiablage vorübergehend eingestellt.
Die letzen 7
Eier wurden am 22. Februar 07 gelegt.
Die Ablage
erfolgte fast ausschließlich an der großblättrigen Pflanze
Cryptocoryne aponogetifolia, obwohl mehrere andere Pflanzenarten zur
Verfügung standen.
In dieser
Zeit wurden insgesamt 445 Eier mit einer Befruchtungsrate von ca. 90
% geborgen, zwei blieben im Elternbecken und schlüpften dort.
Von diesen
445 Eiern wurden 22 an andere interessierte Molchhalter abgegeben (6
erfolgreich). Der Versand erwies sich wenn es mehrere Tage dauerte
als problematisch.
Von den
verbliebenen 423 Eiern verpilzten etwa 100, teilweise trotz
eindeutiger Befruchtung (Ansteckung).
Es
schlüpften knapp 330 Larven, von denen 253 die Metamorphose
erreichten.
Optimal für
die Eizeitigung erwiesen sich Temperaturen zwischen 16 und 18 °C.
Die Dauer bis zum Schlupf betrug ca. 5 Wochen.
Anstieg der
Temperaturen auf 20 °C führte zum Massenschlupft - bei zu langer
Dauer auch zum Frühschlupf.
Larven aus
innerhalb der Ablagezeit später abgesetzten Eiern schlüpften in
einem deutlich früheren Entwicklungsstadium bei sonst gleichen
Bedingungen.
Verluste
während der Larvalzeit entstanden in geringem Maße durch nicht
lebensfähige, teilweise verkrümmt schlüpfende Tiere, und in weit
höherer Zahl durch die hohe Sensibilität der Larven gegen Keime.
Trotz scheinbar guter Wasserqualität, mit Aquarienpumpe und
ständiger Lufteindüsung kam es innerhalb von zwei Wochen zum
plötzlichen Massensterben einer gestammten Larvengruppe.
Tägliche
Absaugung von Kot und Futterresten und ein vollständiger
Wasserwechsel mit frischem Leitungswasser mindestens alle zwei Tage
schafften Abhilfe. Eine Reinigung mittels Aquarienpumpe und
Lufteindüsung waren dann nicht mehr erforderlich.
Der optimale
Temperaturbereich für die Larvenaufzucht lag bei 18 bis 19 °C.
Temperaturen von 15 °C über mehrere Tage führten zu einer höheren
Sterblichkeitsrate bei jungen Larven; Temperaturen über 21 °C schien
eine verfrühte Metamorphose zu begünstigen.
Die
Fütterung erfolgte mit Artemia, Wasserflöhen, Enchyträen, Tubifex,
Bachflohkrebsen und Mückenlarven verschiedener Arten.
In der
Metamorphose kam es zum Verlust von drei Tieren, später noch zwei
durch einen „Mäuseangriff“. Ein Tier schien nach der Metamorphose
nicht ausreichend zu fressen und verendete nach einiger Zeit. Die
übrigen entwickelten sich gut.
Mit den
Tieren aus den abgegebenen Eiern konnte somit durch ein Paar 247
Paramesotriton laoensis nachgezogen werden.
Die Aufzucht
der Jungmolche erfolgte - nach anfänglichen Versuchen mit anderen
Materialien (Schaumstoff, Kokoshumus) - auf Kies mit einer Körnung
von ca. 0,5 cm (5 cm Kiesschüttung, in ca. 3 cm Wasser), Verstecken
aus Schieferplatten und einer offenen Wasserstelle mit Javamoos.
Die
Temperatur betrug bei den meisten Tieren ca. 20 °C.
Bei
Temperaturen von 16 °C wurde die Nahrungsaufnahme stark reduziert
und es kam bei einem Halter zu Verlusten; Jungtiere die hingegen
vorwiegend bei ca. 22 °C gehalten wurden zeigten ein deutlich
schnelleres Wachstum.
Alle zwei
bis drei Tage wurde der Kies gespült und alle zwei bis drei Wochen
generalgereinigt.
Die
Jungmolche erwiesen sich unter diesen Bedingungen als sehr stabil. |
Keeping
and breeding of the Laos warty newt (Paramesotriton laoensis)
- Part 1
On 04 March 2006 I received
an adult Paramesotriton laoensis pair from a private import. The
animals were in good condition but heavily infested with mites.
The total length of the male
was 17.4 cm and the female 22 cm. The pair were housed in an
aquarium (100 * 40 * 50 cm) with dense planting, an aquarium pump
for water circulation and a sturdy island.
Within approximately two
weeks the majority of the mites had been removed manually. The
remainder disappeared within the next weeks.
Food items included;
earthworms, frozen bloodworm, daphnia,
frozen fishes (Osmerus eperlanus),
occasionally snails, various beetle larvae and occasionally
beef with
vitamin supplements.
Both animals ate very well
and at all times of the day. In summer the temperatures rose up to
24 °C, in heat periods up to 26 °C. Each day when the temperature
reached 26 °C a water change of two-third of the water was made -
occasionally daily. Later cooling took place by fan (evaporative
cooling) and temperatures were kept below 24 °C. A water change of
two-third approx. every three weeks was maintained.
After a water change on 11
September, (the water temperature dropped from 22 to 17 °C) the
first courting of the male was observed - however without successful
mating. After a water change on 29 October the first successful
mating (with mating bite after admission of the Spermatophore in the
night) took place. The second mating took place on 04 November at a
temperature of 16° C.
The mating period of the
male ended at the end of January. During this time 4 successful
mating were determined, always with biting.
The first 3 eggs were found
on 16 November (16° C), thus two and a half weeks after the first
and 12 days after the second successful mating. Egg laying took
place at temperatures between 15 and 18 °C usually daily but
occasionally interrupted for one or more days.
At 19 °C the oviposition was
temporarily adjusted. The last 7 eggs were laid at 22 February 07.
The eggs were laid almost exclusively on the large leaved plant
Cryptocoryne aponogetifolia, although several other plant types were
available.
In this time altogether 445
eggs with a fertilization rate of approx. 90 % could be saved. Two
remained in the parent’s enclosure and hatched there.
22 eggs were transferred to
other interested newts enthusiasts (6 successfully).
Sending of eggs was
problematic if it took several days.
From the remaining 423 eggs
about 100 were lost to fungus despite obvious fertilization
(infection).
Approximately 330 larvae
were raised; 253 reached metamorphosis.
The optimal temperature for
the eggs was between 16 and 18 °C. The larvae hatched after approx.
5 weeks. Rising the temperatures up to 20 °C led to a higher
hatching rate. Temperature of 20 °C for a long duration led to
hatching in a very early stage.
Eggs which were laid at the
end of the period hatched at an earlier development stage (same
conditions).
It was difficult to maintain
the larvae in an aquarium with pump, high oxygen and good water
quality. After two weeks, nearly all larvae of this group died
within two days. The reason was the high sensitivity of
Paramesotriton laoensis larvae. Daily cleaning and a complete water change with
fresh tap water at least every two days was necessary.
The optimal temperature
range for the raising of larva was 18 to 19 °C. Temperatures of 15
°C for several days led to a higher deaths rate by young larvae;
temperatures of 21 °C lead to an to early metamorphosis.

First
day on land!
Larvae were fed Artemia,
water fleas, Enchytraeen, Tubifex, daphnia and mosquito larvae of
different kinds.
During metamorphosis three
animals were lost, later still two by a "mouse attack". One animal
seemed to eat poorly after metamorphosis and died after some time.
The remaining developed very well.
Including the young of the
delivered eggs 247 Paramesotriton laoensis were raised from the
eggs laid by a single pair.
They were raised on gravel
with a granulation of approx. 0.5 cm (5 cm gravel, in approx. 3 cm
water), hiding places of bark and an open water area with Java moos.
Foam material and Coco humus did not work so well. The temperature
for most of the animals was approx. 20 °C.
At temperatures of 16 °C
they did not feed well and it lead to death with one keeper; approx.
22 °C lead to evidently faster growth. The optimal temperature seems
to be 20 to 22°C.
Every 2 or 3 days the
gravel was rinsed and every two or three weeks the tank was
generally cleaned. The young newts were very stable under these
conditions.
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Als Futter wurden
Ofenfischchen (Thermobia domestica), Springschwänze (Collembola),
junge Kellerasseln (Porcellio scaber), weiße Asseln (Trichorhina
tomentosa), Enchyträen (Enchytraeuis albidus), Blattläuse (Aphidina),
rote Mückenlarven (Chironomus plumosus), kleine Regenwürmer (Lumbricidae)
und Schlammrörenwürmer (Tubifex tubifex) gereicht.
Folgende Bedingungen scheinen entscheidend um die Molche bei guter
Gesundheit zu erhalten und Nachzuchten zu erzielen:
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- Sauerstoffreiches, sauberes Wasser mit Aquarienpumpe
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- Jahresgang der Temperatur von 20 bis 24 im Sommer; 18 bis
20 °C im Frühling und Herbst, unter 18 bis 15 °C im Winter bei den
adulten Molchen
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- Optimale Futterversorgung der Elterntiere
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Regelmäßiger Wechsel einer größeren Wassermenge und
Auffüllung mit kühlerem Wasser – besonders im Herbst
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- Großblättrige, stabile Pflanzen für die Eiablage
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- Eizeitigung und Larvenaufzucht bei
Temperaturen von 16 bis 19 °C
-
- Jungtieraufzucht bei Temperaturen von 20 bis 22 °C
(max. 18 bis 24 °C)
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- Hoher hygienischer Standart bei der Eizeitigung, Larven-
und Jungtieraufzucht
Nachzuchtbericht - Teil 2 |
Thermobia domestica,
Collembola, young Porcellio scaber,
Trichorhina tomentosa,
Enchytraeuis albidus, Aphidina, Chironomus plumosus, small
Lumbricidae and Tubifex tubifex were fed.
The following conditions
seem to be necessary to keep the newts in good health and to get
offspring:
- high oxygen and clean
water with aquarium pump
- variation of the
temperature from 20 to 24 in the summer; 18 to 20 °C in spring and
autumn, under 18 to 15 °C in the winter for the adult newts
- optimal food for the
parents
- regular change of a larger
quantity of water and replenishment with cooler water - particularly
in the autumn
- large leaved, sturdy
plants for the oviposition
- temperatures from 16 to 19
°C for eggs and larvae
- temperatures from 20 – 22
°C (max. 18 to 24 °C) for the juvenile
- high hygienic standard for
eggs, larva and juveniles.
Part 2
Author:
Paul Bachhausen, Am Püttkamp
20, 40629 Düsseldorf;
www.salamanderseiten.de ; cynops@gmx.de |