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Das Molch-Register der Gattung Cynops                                                                                                     


Die Gattung Cynops umfasst sieben Arten. Es handelt sich um kleine bis mittelgroße Molche, die alle eine längere Zeit im Wasser verbringen. Hiervon kommen zwei Arten – C. pyrrhogaster und C. ensicauda – auf den japanischen Inseln und fünf - C. orientalis, C. cyanurus, C. wolterstorffi, C. orphicus und C. chenggongensis – auf dem chinesischen Festland vor.

Feuerbauchmolche haben seit Jahrzehnten einen festen Platz in der Terraristik. Während früher fast ausschließlich der Japanische Feuerbauchmolch (Cynops pyrrhogaster) gehalten wurde, ist wegen eines Importverbot diese Art seit einigen Jahren durch den Chinesischen Zwerg- oder Feuerbauchmolch (Cynops orientalis) ersetzt worden. Derzeit werden bei uns noch zwei weitere Arten gehaltenen. Es ist der von den südjapanischen Riukiu-Inseln stammende Schwertschwanzmolch (Cynops ensicauda), und der Kweichow Feuerbauchmolch (Cynops cyanurus), der im chinesischen Hochland (Provinz Guizhou) beheimatet ist.

Die Situation in der Gattung Cynops umfasst ein weites Feld mit (Unter)Art abhängig, deutlichen Unterschieden in der Hauptzielrichtung:


Cynops orientalis ist die einzige Art der Gattung, die nach wie vor in schlechter "Qualität" aber in Massen importiert wird.
Zuchtgruppen gibt es inzwischen ausreichend, sodass ein Import von Wildfängen eigentlich nicht mehr erforderlich wäre. 
Erstes Ziel des Molchregisters muss hier also sein, möglichst weit gefächert Aufklärung zu betreiben, und durch Nachzuchten ein Alternativangebot zu den Importen  zu bieten. Eine breite Streuung der Informationen soll möglichst viele, die sich für die Anschaffung dieser Art interessieren, darüber aufklären, dass durch den Erweb von Nachzuchten die Wildbestände geschont werden, und man i.d.R. bedeutend gesünderer und langlebigere Tiere bekommt. Bisher sind leider nur Gruppen ohne Information über ihre Herkunft erfasst.

 

Foto: Catrin Grollich


Cynops ensicauda stellt sich mit seinen zwei Unterarten recht verschieden dar. C.e.popei wird seit Jahren relativ häufig vermehrt; die Zahl der C.e.ensicauda Zuchtgruppen hat erst durch das Register einen stabilen Stand angenommen. Es wurden mehrere neue Gruppen aus Nachzuchten aufgebaut. Die Art wird aus Japan nicht mehr regelmäßig exportiert. Somit haben Erhaltungszuchten einen besonderen Stellenwert. Es sind Gruppen mit und ohne  belegte Herkunft registriert.

 

Foto: Paul Bachhausen

 

Cynops pyrrhogaster erscheint recht unübersichtlich. Die vor Jahren in Massen importierte Art kommt nur noch selten in den Handel. Trotzdem gibt es ist in den Terrarien noch einen stabilen Bestand an Zuchtgruppen. Allerdings werden viele lokale Formen unterschieden, denen vermutlich größtenteils Unterartrang zustehen würde. Ein großer Teil der gehaltenen Tiere lässt sich bezüglich ihrer Lokalform nicht einschätzen. Am häufigsten wird noch die Sasayamae-Form vermehrt, aber auch von Tieren der Hiroshima-, Tohoku- und Kanto-Form gibt es mehrere Zuchtgruppen. Von einigen lokalen Formen wurden inzwischen - vorwiegend aus Nachzuchten - einige Gruppen mit Herkunftsnachweis aufgebaut.
Durch die hohe Färbungsvariabilität ist die Einordnung der Tiere oft schwierig. Grundlagen sind insbesondere die Untersuchungen japanischer Biologen. Das Molch-Register beobachtet hier ständig die wissenschaftlichen Arbeiten. 

Foto: Thilmann von Hof


Cynops cyanurus wird inzwischen  auch gelegentlich vermehrt. Es sind zwei Unterarten -  C. c. cyanurus und C. c. yunnanensis – beschrieben. Die Bestimmung der Unterarten bereitet große Probleme, sodass die im Register erfassten Gruppen bisher noch nicht zweifelsfrei richtig eingeschätzt werden können. Vermutlich gibt es weitere unbekannte Formen. Da die Herkunft aller gehaltenen Tiere nicht bekannt ist, steht eine weitergehende Klärung noch aus. Möglicherweise handelt es sich aber auch um einen Artenkomplex. Bei diesen Tieren besteht also noch umfangreicher Forschungsbedarf.

Foto: Ralf Reinartz

 

Cynops orphicus kam bis vor kurzem in privaten Terrarien nicht vor. Inzwischen gibt es in den USA einige Tiere, die vermutlich zu dieser Art zu rechnen sind. Ohne genetische Untersuchungen und ohne Herkunftsangabe bleiben aber letzte Unsicherheiten.


Cynops chenggongensis wird teilweise als eigenständige Art angezweifelt. Es bestehen Vermutungen dass es sich hierbei um eine Lokalform oder Unterart von Cynops cyanurus handelt. Die Belegexemplare sind westlichen Wissenschaftler nicht zugänglich.

Seit kurzer Zeit gibt es einige wenige Tiere in Terrarien, die angeblich Cynops chenggongensis sind. Die Abgrenzung dieser Molche zu Cynops  cyanurus ist aber sehr unklar und die Herkunft nicht bekannt.


Cynops wolterstorffi ist vermutlich bereits ausgestorben. Eine Exkursion zur Klärung des Sachverhaltes wäre sehr zu begrüßen. Sollten noch Tiere gefunden werden, müssten Anstrengungen unternommen werden, das betroffene Gebiet unter besonderen Schutz zu stellen. G.g.f. könnten auch erfahrene Cynopszüchter des Registers sich dann an Erhaltungszuchten beteiligen.


Jeder, der ein oder mehrere Arten der Gattung hält, ist eingeladen, sich mit seinen Gruppen am Register zu beteiligen.

Die Teilnehmer werden über den Registerstand, geeignete Literatur, Nachzuchterfolge und was sonst noch von Interesse ist informiert; der Austausch von Tieren und Informationen wird unterstützt und bei Nachfragen werden Nachzuchten vermittelt. Registerteilnehmer können auf die inzwischen umfangreiche Bibliographie und das Bildarchiv zurückgreifen. Darüber hinaus kann jeder eigene Anregungen einbringen.

Inzwischen wurden Haltungsrichtlinien für die drei meist gehaltenen Arten erstellt.

  Das Cynops-Register ist inzwischen international tätig.  

Ansprechpartner für das Cynops-Register:

Paul Bachhausen
Am Püttkamp 20
40629 Düsseldorf
E-Mail: cynops@gmx.de

Weitere Informationen zur Gattung Cynops und zum Register auf der Homepage: www.salamanderseiten.de