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Das Molchregister der Gattung Salamandra

In der Gattung Salamandra sind derzeit 6 Arten beschrieben:

  • Salamandra atra ( Alpengebiet und die Hochgebirge der westlichen Balkanhalbinsel )
  • Salamandra lanzai ( südwestliche italienische Alpen )
  • Salamandra algira ( Algerien / Marokko ( nördlich )
  • Salamandra corsica ( Insel Korsika )
  • Salamandra infraimmaculata ( Libanon, Syrien, Israel und Südost -Türkei )
  • Salamandra salamandra ( Balkanhalbinsel, Karpaten, Zentraleuropa )

Die wohl bekanntesten Vertreter der Gattung Salamandra sind der heimische " Feuersalamander " ( Salamandra salamandra ) und der " Alpensalamander " ( Salamandra atra ). Beide sind ausschließliche Landsalamander, bewohnen jedoch sehr unterschiedliche Habitate. So können wir Feuersalamander in Kurdistan und Syrien finden, in Kleinasien, auf der Balkanhalbinsel, auch in Mittel- und Westeuropa. Er kommt dagegen in Nordeuropa, z.B. Skandinavien, Dänemark, Großbritannien und Irland nicht vor. Wiederum in Nordwestafrika, Korsika, der Türkei und Israel, können wir eigenständige Arten der Gattung finden. Der Alpensalamander bewohnt die Alpenregionen, wohingegen der Feuersalamander nur bis in Höhen von ca. 800 m bzw. in Ausnahmefällen bis 1600 m zu finden ist.

Die Nominatform Salamandra salamandra zählt alleine 13 Unterarten ( * siehe Literaturhinweis Sebastian Steinfartz ), von denen jedoch einzelne umstritten sind. Diese terrestrisch lebenden Salamander der Gattung, unterscheiden sich teilweise sehr stark in Körperbau und Zeichnung je nach Herkunft und Fundort. Der Körperbau kann so von klein und kräftig oder zierlich bis groß und schlank oder massig stark variieren.

Die Grundfärbung bei fast allen Arten der Gattung Salamandra, ist meistens ein hochglänzendes tiefschwarz ( Salamandra atra ist einfarbig schwarz ), was dann durch gelbe/rote Punkte, Flecken, Streifen (je nach Herkunft) überlagert wird. Männliche Tiere sind meist kleiner und schlanker als die Weibchen, lassen sich aber oft auch durch eine angeschwollene Kloake von diesen unterscheiden. In Mitteleuropa setzen Feuersalamander vorwiegend in der Zeit von März bis Juni vollentwickelte Larven mit Kiemenbüscheln in klare, langsam fließende Waldbäche oder kühle Tümpel ab, die dann nach einigen Monaten metamorphosieren und dann erst zum eigentlichen " Landsalamander " werden, wohingegen Salamandra atra ( Alpensalamander ) vollentwickelte " fertige " Jungsalamander absetzen, die ein Miniaturabbild der Alttiere darstellen.

Allerdings kommen z.B. in Südeuropa auch einige Vollmolch gebärende Feuersalamanderformen vor. Die Unterarten salamandra und terrestris haben das größte Verbreitungsgebiet der Gattung. So ist Salamandra s.terrestris in Zentral Europa, von Westspanien über Frankreich bis Deutschland und Salamandra s.salamandra auf der Balkanhalbinsel, den Karpaten, und Zentraleuropa zu finden. Feuersalamander sind sehr dankbare Pfleglinge und werden schon seit Jahrzehnten nachgezüchtet. Sauberkeit und keine zu hohen Temperaturen sind die wichtigsten Grundlagen, die man beachten sollte, natürlich werden diese noch durch viele andere ergänzt.

Salamandra salamandra salamandra Salamandra salamandra terrestris
gefleckter Feuersalamander (S.s.salamandra)
gestreifter Feuersalamander (S.s.terrestris)
Verbreitung Habitat
Verbreitung (Karte groß)
Habitat des Feuersalamanders
Larve ca. 2 Monate alt Larve vor der Metamorphose
Larve 2 Monate alt
Larve kurz vor der Metamorphose

Folgende Arten / Unterarten sind laut Literatur siehe unten * im Moment bekannt :

  • Alpensalamander :
  • Salamandra atra atra
  • Salamandra atra aurorae ( ital. Provinz Vincenza )
  • Salamandra atra prenjensis ( Cvrsnica- und Prenjgebirge )
  • Salamandra atra pasubiensis ( lessinische Dolomiten )
  • Salamandra lanzai ( südwestliche italienische Alpen )
  • Feuersalamander :
  • Salamandra algira ( Algerien / Marokko ( nördlich )
  • Salamandra corsica ( Insel Korsika )
  • Salamandra salamandra salamandra ( Ost- und Südosteuropa bis nach Griechenland )
  • Salamandra salamandra almanzoris ( Nordwest- und Zentralspanien )
  • Salamandra salamandra bejarae ( Zentral- und Ostspanien )
  • Salamandra salamandra bernardezi ( Nord- und Nordwestspanien )
  • Salamandra salamandra beschkovi ( Pirin-Gebirge - Bulgarien )
  • Salamandra salamandra fastuosa ( nordöstliches Spanien )
  • Salamandra salamandra gallaica ( Portugal )
  • Salamandra salamandra crespoi ( Südwestportugal )
  • Salamandra salamandra gigliolii ( Zentral- und Süditalien )
  • Salamandra salamandra longirostris ( Südspanien )
  • Salamandra salamandra morenica ( zentrales Südspanien )
  • Salamandra salamandra terrestris ( Frankreich, Nord- und Zentraleuropa )
  • Salamandra salamandra werneri ( Griechenland )
  • Salamandra infraimmaculata infraimmaculata ( Libanon, Syrien, Israel )
  • Salamandra infraimmaculata semenovi ( Südosttürkei )
  • Salamandra infraimmaculata orientalis ( zentrale Südtürkei )

Auf eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Unter(Arten) wurde an dieser Stelle verzichtet, da diese bestimmt die eigentliche " Kurzvorstellung " der Gattung Salamandra hier sprengen würde. Bilder zu den einzelnen Unterarten, ausführliche Beschreibungen usw. sind auf www.feuersalamander.com zu finden. Ich möchte jedoch auch hiermit betonen, dass das Salamandra-Register erst im Aufbau ist. Mit der Zeit wird die Bilddatenbank zu den einzelnen Unter(Arten) ständig erweitert, außerdem sind Berichte, die dort noch nicht vorhanden sind ( Literatur ) jederzeit willkommen.

Steckbrief und eine kurze Haltungsbeschreibung:
Salamandra salamandra Feuersalamander
Schutzstatus/Herkunft: WF,NZ Feuersalamander unterliegen der BArtSchV
Vorkommen: Balkanhalbinsel, Karpaten und Zentraleuropa
Habitat: Feuchte Laubmischwälder in Höhen von 200 - 450 m
Größe/Lebenserwartung: Bis zu 25 cm und mehr / 50 Jahre sind verbürgt
Geschlechtsunterschiede: Männchen sind in der Regel kleiner bzw. etwas zierlicher gebaut als die Weibchen. Während der Paarungszeit haben die Männchen eine stark angeschwollene Kloake
Besonderheiten: Dankbarer Pflegling und auch für den Anfänger geeignet, wenn u.a. die Kriterien Sauberkeit, Feuchtigkeit und keine zu hohen Temperaturen beachtet werden. Vorsicht, die Tiere können an glatten Scheiben empor klettern !
Haltung: Im Sommer sollten möglichst 20 °C nicht überschritten werden. Eine Winterruhe um die 5 °C sollte eingehalten werden
Terrarienart: Terrarium mit ausreichend großen Lüftungsgittern, da Stauluft und Staunässe absolut schädlich für die Tiere sind
Beleuchtung: Tiere sind dämmerungs-/nachtaktiv, deshalb kann auf eine Beleuchtung verzichtet werden
Bodengrund: Drainage von etwa 5 cm Höhe aus Seramis, Kies, Steinen oder geeignetem Schaumstoff. Darüber Walderde und eine dicke Moosschicht
Trink-/Badegefäß: Ein kleiner, leicht zu säubernder Wasserbehälter, oder Wasserteil sollte immer vorhanden sein, da die Tiere Wasser nicht nur während der Larvenablage aufsuchen ( Weibchen). Oft begeben sich die Tiere dorthin, um sich einfach nur zu entleeren.
Klettermöglichkeiten: Eine Aufschichtung verschiedener Mooshügel / Wurzeln /flacher Steine (2.Etage) kommt dem natürlichen Lebensraum sehr nahe
Höhle/ Versteck: Durch die Moosaufschichtung und das geschickte plazieren von Wurzeln, kann man sehr gut natürliche Verstecke erstellen. Die Verstecke / Spalten sollten jedoch so flach wie möglich in der Höhe gehalten werden, da sie sonst nicht angenommen werden
Ernährung: Der Feuersalamander ist ein Räuber und frißt eigentlich alles, was er überwältigen kann. Von Spinnen angefangen über Regenwürmer, Nacktschnecken, Asseln, Heimchen, Grillen, bis hin zu versch. Insekten usw. Feuersalamander sollten generell sehr abwechslungsreich ernährt werden, um Mangelerscheinungen zu vermeiden
Fortpflanzung/Aufzucht: In Mitteleuropa setzen Feuersalamander vorwiegend in der Zeit von März bis Juni vollentwickelte Larven mit Kiemenbüscheln in klare, langsam fließende Waldbäche oder kühle Tümpel ab, die dann nach einigen Monaten metamorphosieren und dann erst zum eigentlichen " Landsalamander " werden. Die Geschlechtsreife erfolgt mit 3 - 4 Jahren.

Jeder, der eine oder mehrere Arten der Gattung hält, ist eingeladen, sich mit seinen Gruppen am Salamandra-Register zu beteiligen.

Die Teilnehmer werden über den Registerstand, geeignete Literatur, Nachzuchterfolge und was sonst noch von Interesse ist informiert; der Austausch von Tieren und Informationen wird unterstützt und bei Nachfragen werden Nachzuchten vermittelt. Registerteilnehmer können auf die inzwischen umfangreiche Bibliographie und das noch im Aufbau befindliche Bildarchiv zurückgreifen. Darüber hinaus kann jeder eigene Anregungen einbringen.

Weitere Informationen zur Gattung Salamandra und zum Register auf der Homepage: www.feuersalamander.com

Literatur :

*Sebastian Steinfartz, Michael Veith, Diethard Tautz
Mitochondrial sequence analysis of Salamandra taxa suggest old splits of major lineages and postglacial recolonizations of Central Europe from distinct source populations of Salamandra salamandra
Sebastian Steinfartz,
Benedikt R Schmidt, Michael Schaub,
Apparent survival of the salamander Salamandra salamandra is low because of high migratory activity
SEBASTIAN STEINFARTZ, MARKUS WEITERE* and DIETHARD TAUTZ†
Tracing the first step to speciation: ecological and genetic differentiation of a salamander population in a small forest
Burkhard Thiesmeier : Ökologie des Feuersalamanders ( Bild " Verbreitung und Lebensraum " )
Burkhard Thiesmeier & Hartmut Greven: Biology of Salamandra and Mertensiella
B.Thiesmeier & K. Grossenbacher: Handbuch der Reptilien u. Amphibien Europas - Schwanzlurche I
B.Thiesmeier & K. Grossenbacher: Handbuch der Reptilien u. Amphibien Europas - Schwanzlurche II
Burkkhard Thiesmeier: Der Feuersalamander
Günther E. Freytag : Feuersalamander und Alpensalamander
Reiner Kleven : Die Landsalamander Europas, Teil 1

Ansprechpartner für das Salamandra-Register:

Michael Schantz
66955 Pirmasens
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E-Mail: info@feuersalamander.com