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Das Molch-Register Tylototriton shanjing, Nussbaum, Brodie & Datong, 1995

Dieser Schwanzlurch wird als „Mandarin-Salamander“, „emperor-newt“, „Gelber-“ oder „bunter Krokodilmolch“ bezeichnet, und bewohnt montane Gebiete in Höhen zwischen 1000m und 2500m im Westen der chinesischen Provinz Yünnan.
Angaben, die Art sei auch im Norden Thailands zu finden, könnten auch auf die ungeheure Formenvielfalt von Tieren aus dem „verrucosus-Komplex“ zurückzuführen sein,
deren Vertreter teilweise stark an Tylototriton shanjing erinnern, wobei letzterer, nicht immer unbedingt eindeutig abzugrenzen zu sein scheint.
Verwechslungen sind also nicht auszuschließen.
Klarheit würden hierbei intensivere und koordiniertere Feldforschungen bringen,
da viele im Tierhandel mit dem Fundort „Thailand“ versehene T.verrucosus,
nicht in allen Fällen mit den, in der Literatur beschriebenen Formen,
übereinstimmen zu scheinen, wohl grösstenteils derzeit auch aus Nord-Myanmar stammen.
Auch lassen sich innerhalb der, als „T.shanjing“ bekannten Molche, durchaus Formen unterscheiden, dies fußt bisher aber nur auf persönlichen Mitteilungen, und subjektiven Eindrücken. Diese werden unter anderem durch Beobachtungen zu unterschiedlichen Temperaturbedürfnissen zur Winterzeit gestützt.
Die möglichst artgerechte Haltung ist eines der Ziele, die mit dem Molchregister verfolgt werden sollen, daher sollten koordiniert Erfahrungen mit Haltungsparametern gesammelt werden. Besonders interessant sind spezielle Werte wie die geeigneten Temperaturen zur Larvenaufzucht, und Wasserwerte, sowie speziellere Angaben, wie die Tag/Nacht-Absenkungen im Jahresverlauf.
Ein entsprechendes Formular kann angefordert werden.

Adultes F1-Weibchen

Schlupf von Larven

Weitere Ziele:
-Das gezielte Vermehren der Art unter Terrarienbedingungen, um die Abgabe von stabilen und gesunden Jungtieren zu ermöglichen.
-Der Aufbau weiterer, nicht wildfanggestützter, Zuchtgruppen aus Nachzuchttieren.
- Zuchtgruppen aus gleichen oder entsprechenden Importen zusammenzustellen
-Das Zusammenführen von Einzeltieren, verbunden mit der Aufnahme von kranken oder Abgabetieren.
-Die Abgabe an fähige Abnehmer, um verluststarke Importe zu vermeiden.

Abschließend muss erwähnt werden, dass die vorliegende Art sicherlich nicht zu den seltensten Terrarienbewohnern zählt, aufgrund der regelmässigen Präsenz im Handel, sowie den immer noch wenig beeindruckenden Aufzuchtserfolgen,
trotzdem ein gewisser Handlungsbedarf besteht.
Auch wird der natürliche Lebensraum zunehmend durch Landnahme und Kultivierung zerstört, die Art wird von der lokalen Bevölkerung zudem, getrocknet wie lebend, zu Nahrungs-, sowie Heilgründen gesammelt.
Letztere sind in der traditionellen Chinesischen Medizin verwurzelt, wobei eine tatsächliche
Heilkraft fraglich erscheint. Daneben spielt(e) der Fang für den Tierhandel auch eine Rolle im Rückgang des Bestandes. Auch Daher genießt T.shanjing auch einen Schutzstaus in China,
welcher aber nicht besonders effizient durchgesetzt wird.
Ich hoffe daher auf zahlreiche und ernsthafte Mitarbeit. Konkrete Haltungsangaben werden an dieser Stelle nicht gemacht, um nicht den Eindruck zu erwecken, dies hier als alleinige Grundlage zur Haltung anzusehen. Für Rückfragen stehe ich aber zur Verfügung.
Bei Interesse ,sowie bei Literatur- und Tierangeboten (bzw. -anfragen), bitte eine Email an: m.bakkers@gmail.com